Mit drei Klangschaffenden, die den Raum mit Gong, Didgeridoo und Handpan erfüllten, entstand eine Atmosphäre, die weit über das Hörbare hinausging. Flöte, Maultrommel und weitere Instrumente webten ein akustisches Gewebe, das uns in einen Urwald der Klänge entführte: Regen tropfte, ein Vogel rief, eine Schlange glitt durch das Unterholz oder war es nur unsere Fantasie, die sich von den Tönen tragen ließ?

Der Gong zeigte wieder seine volle Klangfarbe, tief, weit und durchdringend. Sein Ton öffnete Räume, ließ Zeit verschwimmen und berührte die Menschen bis ins Innerste. Manche schlossen die Augen, andere ließen Tränen fließen. Es war, als hätte der Klang etwas in Bewegung gesetzt, das lange still gelegen hatte.

Ein Wort aus dem Korintherbrief regte zum Nachdenken und Nachspüren an: „„Die Liebe versagt nie.“ Ertönt es leise in dir. Ein Wort aus dem Korintherbrief, wie ein Licht in der Stille. Es trägt dich, wärmt dich, erinnert dich: Du bist verbunden.“

Die Menschen waren tief bewegt. Einige wurden vom Klang des Didgeridoos aufgewühlt, andere fanden in den sanften Tönen der Flöte Trost und Weite, wieder andere wurden von den bewegenden Worten angesprochen. Es war ein Abend, der nicht nur gehört, sondern gefühlt wurde, mit dem ganzen Körper, mit dem Herzen, mit der Seele.

Claudia Schmid

Teile diesen Beitrag mit guten Freunden: