Traditionell sind die Tage im November dem Totengedenken gewidmet. Die Katholische Kirche beginnt aber den Monat mit dem Gedenken ‚aller Heiligen‘, einem hoffnungsvollem Hochfest im Kalender der Kirche.

Der Allerheiligen-Tag gehört fest in den Ablauf des Kirchenjahres. Von einigen Theologen wird der Tag auch „Osterfest des Herbstes“ genannt. Die Botschaft des Festes und des Gedenkens an alle Heiligen: „Es gibt ein Licht, das stärker ist als alles Dunkel der Welt“, so Pfarrer Hoch beim Festgottesdienst am 1. November. Die Heiligen legten eine Leuchtspur zum Himmel und laden ein, ihrem Weg zu folgen.

Der Nachmittag des Allerheiligentages wird in vielen Pfarreien schon dem Gedenken „aller Seelen“ gewidmet, also aller Verstorbenen. Auch in Burgweinting wurde dieses Gedenken mit einem Wortgottesdienst, dem Verlesen der Namen der Verstorbenen des vergangenen Jahres und der Segnung der Gräber auf dem Burgweintinger Friedhof begangen. Musikalisch gestalteten Sophie Kade (Orgel & Gesang) und Achim Grünwald (Trompete) die Feier sehr einfühlsam.

In diesem Jahr bereitete der „Arbeitskreis Trauer“ des Pfarrgemeinderates die Feier vor. Schon die persönlichen Einladungen für die trauernden Angehörigen der Verstorbenen des letzten Jahres setzten ein Zeichen: Jede und jeder Mensch ist wichtig, keiner soll vergessen sein. Für jede und jeden Verstobene/n wurden eigene Kerzen gestaltet und angezündet, beschriftet mit dem Namen der Verstorbenen. Der Strauch mit den Sterbebildern der Verstorbenen, der das Jahr über in der Marienkapelle steht, wurde in den Mittelpunkt der Kirche gerückt. Die vielen Bilder und Namen erzählten von Geschichten und Erinnerungen, die uns alle mit unseren Verstorbenen verbinden.

Ganz bewusst wurde in diesem Jahr zum ersten Mal eine eigene Kerze für alle Verstorbenen angezündet und auf dem Friedhof aufgestellt, die nicht auf dem Burgweintinger Friedhof begraben liegen. In den vergangenen Jahrzehnten sind viele Menschen nach Burgweinting gezogen und haben dort eine neue Heimat gefunden. Ihre Familiengräber sind aber oft weit weg. Auch hier vor Ort sollen die verstorbenen Angehörigen nicht vergessen sein.

Die Messe an Allerseelen, am 2. November, war in diesem Jahr etwas Besonderes: sie fiel auf einen Sonntag. Die Sonntagsgemeinde gedachte noch einmal namentlich der Verstorbenen und feierte Eucharistie, Tod und Auferstehung Jesu. Diakon Müller hob in seiner Predigt hervor, dass Jesus der Weg zum Vater ist. Er sagt „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud der ‚Arbeitskreis Trauer‘ zusammen mit dem espressoBAR-Team zum Stehenbleiben und gemeinsamen Austausch ein. Bei Tee und Kaffee fanden noch schöne Gespräche nach dem Gottesdienst statt. Das Angebot, eine Trauerkarte mit einem Motiv aus der Pfarrkirche mitzunehmen und an einen Menschen zu schicken, der sich über eine aufmunternde Botschaft freuen könnte, nahmen viele an.

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