Der Aschermittwoch läutet die Fastenzeit ein. Die meisten machen sich Gedanken über ihr Gewicht und eine gesündere Lebensweise. Der Aschermittwoch geht aber noch einen Schritt tiefer.
Die Gottesdienste an Aschermittwoch fanden in diesem Jahr an verschieden Orten in der Pfarrei statt. Natürlich standen die Kirchen bereit für einen bewussten Impuls an diesem Tag. Das Angebot „Aschenkreuz To Go“ nutzten Gläubige, Jung und Alt, um am Nachmittag des Aschermittwochs ganz unkompliziert und zur je eigenen Zeit in die Kirche zu kommen. Dort wurden abwechselnd Impulsfragen und Texte zum Nachdenken vorgetragen begleitet von Musik. Herunterkommen aus der Hektik des Alltags und die Fastenzeit bewusst beginnen, das ermöglichte diese offene Form des „Aschenkreuzes To Go“. Beten und Bezeichnen der Stirn mit Asche in Form eines Kreuzes geschah ganz individuell; jeder und jede konnte solange in der Kirche verweile, wie es gut tat.
Die Seniorinnen und Senioren im Haus Klara feierten einen Wortgottesdienst und ließen sich während der Feier mit dem Aschenkreuz bezeichnen. Die Feier war musikalisch mit Klavier und Gesang meditativ und ansprechend gestaltet.
Zur abendlichen Feier in der Pfarrkirche war Richard Hillinger mit seinem Kunstwerk „Ecce Homo – seht, der Mensch“ eingeladen. Seine Arbeit gab einen unüberhörbaren Impuls für die beginnende Fastenzeit: „Schau auf den Menschen, der dir gegenübersteht!“ Die Würde des Menschen zu achten sei nicht allein eine Frage der Weltpolitik und der Regierenden, sondern eine Aufgabe für jeden Menschen. Die Fastenzeit zu nutzen, um menschlicher miteinander umzugehen, einander als Menschen zu sehen und zu respektieren, dazu lud das besondere Kunstwerk und das Gespräch mit dem Künstler ein. „Wenn Sie bereit sind, diesen Weg in dieser Fastenzeit mitzugehen, dann kommen sie und lassen sich das Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen“, so die Einladung zur Austeilung der Asche.
Auch die Kinder im Kinderhaus St. Franziskus feierten einen kurzen und kindgerechten Wortgottesdienst. Sie entdeckten, dass Asche als Dünger Pflanzen beim Wachsen helfen kann. „Die Asche am Aschermittwoch will uns Mut machen, dass wir im Guten wachsen“, so Pfarrer Hoch bei der Feier im Kinderhaus.





