Mit dem Lied „unter die Haut“ eröffnete die Gruppe „Joy“ den Gottesdienst zum Gründonnerstag. Thematisch läutete das Lied nicht nur den Gottesdienst vom „Letzten Abendmahl Jesu“ ein, sondern gleich die gesamten kommenden Tage.

„Diese Tage gehen Christinnen und Christen unter die Haut“, so Pfarrer Hoch bei der Eröffnung der Liturgie. Die Feiern vom Letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, das Gedächtnis seiner Todesangst im Garten Getsemane, die Liturgie vom Leiden und Sterben am Kreuz und seines Auferstehens – all das sei für Christinnen und Christen nicht nur ein frommes, jährlich wiederkehrendes Ritual, sondern etwas, das sie im Innersten berühre.

‚Ein Tisch, 13 Plätze, ausgewählte Gäste, eine liebevolle Geste zu Beginn, einfache Speisen, aber mit Liebe angerichtet‘, so sei es ein ganz besonderes Mahl, zu dem Jesus seine Jünger einlädt. „Es spricht von inniger Gemeinschaft, ja Freundschaft, von Zutrauen und tiefer Verbindung, es handelt vom Leben und vom Sterben und: der Zukunft, dem Leben bei Gott. Brot und Wein werden zu Zeichen, die ihre Wirklichkeit beinhalten: sie sind Jesu Leib und Blut – über alle Zeit hinweg“, so Pfarrer Hoch.

Mit seiner Predigt erinnerte Diakon Thomas Müller ergreifend an die Geste der Fußwaschung. Jesus kniet nieder und wird seinen Jüngern dienlich. „Viele Menschen fragen, was können wir schon ausrichten in einer Welt, die immer mehr auseinanderdriftet. Ganz viel!“, so die Antwort des Predigers. Jede und jeder könne sich für Schwächere einsetzen und ihnen – wie Jesus – dienlich sein. Das sei die wichtigste und schönste Haltung gegen Gewalt und Leid in der Welt.

Die Gruppe „Joy“ verstand es, den Charakter dieses Gottesdienstes auf besondere Weise zu unterstreichen: Musik und Liedtexte waren einfühlsam und treffend auf die Liturgie abgestimmt. Mit Liedern wie „Seht, Brot und Wein, Früchte der Erde, wie Gott sie gibt, kostbare Zeichen, dass Gott uns liebt“ und „Auf dem Weg durch diese Nacht“ oder „Wir gehen nach, wir fühlen mit“ begleiteten die Bandmitglieder aus Regensburg, Neustadt und Herzogenaurach die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher durch die Feier bis hin zur Übertragung des Allerheiligsten in den Raum der Stille. Dort fanden bis Mitternacht die Gebetsstunden statt, denen sich sowohl die Ministrantinnen und Ministranten als auch zahlreiche Gläubige anschlossen.

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