Der Kirchenchor gestaltete die erste Maiandacht in diesem Jahr mit einem abwechslungsreichen und stilistisch vielfältigen Programm. Unter der Leitung von Daniela Guimarães erklangen die Werke in klassischer SATB-Besetzung und verliehen der Andacht einen feierlichen musikalischen Rahmen.
Zum Auftakt sang der Chor das „Ave Maria“ von Heitor Villa-Lobos, ein Werk des 20. Jahrhunderts, das durch seine spätromantische Klangsprache und warme Harmonik besticht. Es verbindet traditionelle Frömmigkeit mit moderner Tonsprache und eröffnet so einen stimmungsvollen Zugang zur Andacht.
Mit „Ave, virgo, gratia plena“, einem altkastilischen Stück aus dem 12./13. Jahrhundert, wurde ein deutlicher stilistischer Kontrast gesetzt. Die schlichte, modale Melodik dieses mittelalterlichen Gesangs vermittelt eine archaische Ruhe und verweist auf die frühen Wurzeln marianischer Musiktradition.
Das „Sancta Maria“ von Johannes Schweitzer fügte sich als zeitgenössisches Werk in das Programm ein. Es zeichnet sich durch klare Strukturen und eingängige Harmonien aus und verbindet moderne Kompositionstechniken mit liturgischer Ausdruckskraft.
Den Abschluss bildete „Meine Seele preist“ von Eugen Eckert, ein neues geistliches Lied mit lebendiger, rhythmisch geprägter Gestaltung. Die Chorleiterin begleitete dieses Stück selbst auf der Gitarre und der Chor kam zur Präsentation von der Orgelemporedirekt zu den Kirchenbesuchern, wodurch ein besonders unmittelbarer und gemeinschaftlicher Charakter entstand.
Ergänzend sorgte bei einigen Werken eine dezente rhythmische Begleitung am Cajón für zusätzliche klangliche Akzente.
Insgesamt gelang dem Kirchenchor eine eindrucksvolle musikalische Gestaltung der Maiandacht, die verschiedene Epochen und Stile miteinander verband und die Feier bereicherte.
(unterstützt durch KI)


