…so die Anfrage an den Kunstkreis im Juli 2026. Was schön klingt stellt sich schnell als durchaus herausfordernd heraus. Drei Bannerstangen mit neuen, passenden Fahnen, je 1,50 x 5 Meter, anlässlich des Festtages des Pfarrpatrons St. Franziskus entwerfen und eigenhändig gestalten: gar nicht so einfach. 

Von Anfang an steht der bekannte Sonnengesang des Heiligen Franziskus oder kurze bekannte Sätze des Heiligen als Idee im Raum. Wie diese Worte kurz und aussagekräftig und lesbar auf eine Fahne bekommen? So wird eine Idee nach der anderen verworfen. Zahlreiche Gespräche mit Kunstschaffenden,  Informationen und Tipps in Stoff- und Farbgeschäften einholen, Finanzierbarkeit, Urlaubszeit… die Wirkung der drei Fahnen soll entscheiden sein.

Die Grundthemen des Sonnengesangs, für welche der Pfarrpatron steht, in Farbe ausdrücken, einfach und klar, so die Vorstellung der am Prozess Beteiligten. Ab Mitte August treffen sich die  Kunstkreis-Mitglieder und beginnen sich fast täglich zu treffen. Der Stoff wird bestellt, die Farben gekauft und genäht, vor dem Pfarrheim per Hand gefärbt. Jede Farbe soll nur in Nuancen die Themen des Sonnengesangs symbolisieren:

  • Gelb: Sonne, Feuer, Licht
  • Blau: Wasser, Wind, Vögel
  • Grün: Erde, Natur, Pflanzen

Zunächst wird die gelbe Fahne mit leicht angedeuteten Symbolen Sonne und Feuer gestaltet. Während des Färbeprozessprozesses der grünen Fahne fällt die Entscheidung, keine Symbole oder Figuren anzudeuten; alleine die Farbe wirkt. Die gelbe Fahne wird entfärbt, gelingt nicht, das minimale Rot verteilt sich auf dem gesamten Stoff… nach zwei Prozessen gelingt die Färbung ins Sonnengelbe. Nur das Logo der Pfarrei St. Franziskus wird zusätzlich aufgemalt.

Ein großer Dank geht an die aktiven Kunstkreis-Mitglieder und an Pfarrer Hoch für das Vertrauen in den Kunstkreis und die Unterstützung. Ein besondere Dank gilt dem Mesner und Hausmeister Ewald Porwoll. Die neuen schlichten Bannerstangen müssen stabilisiert werden und windsicher hängen, der Fahnenstoff befestigt werden. Hier ist weniger Tage vor dem Festwochenende eine handwerkliche Hand gefragt. Rechtzeitig zum Festwochenende werden die Fahnen aufgezogen, in einer kleinen würdigen Feier ‚geweiht‘ und um ein gutes Gelingen des Festes gebetet.

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