Die evangelische Dreieinigkeitskirche in der Innenstadt von Regensburg ist vielen bekannt. Der dahinterliegende Gesandtenfriedhof, der gerade aufwändig renoviert wird, oft nicht. Im Rahmen der Gebetswoche um die Einheit der Christen besuchten evangelische und katholische Christinnen und Christen diesen besonderen Ort.
Die Zeit des immerwährenden Reichstags in Regensburg brachte viele Besonderheiten und Sonderrechte in die Stadt. Unter anderem befanden sich viele Gesandte von Kaiser, Fürsten, Herrschern in Regensburg, die die Beratungen auf dem andauernden Reichstag vertraten. Viele Gesandte holten auch ihre Familien nach Regensburg und so kam auch die Frage auf: Wo beerdigen wir unsere Familienangehörigen. Im Schatten der Dreieinigkeitskirche fand sich ein Ort, um den Toten die letzte Ehre zu erweisen.
Die evangelisch-katholische Besuchergruppe lauschte aufmerksam den Worten von Dr. Martin Weindl, der als Historiker und Fundraising-Beauftragter der evangelischen Kirchengemeinde das Renovierungsprojekt kompetent begleitet. Auf äußerst unterhaltsame und kurzweilige Art erzählte er von den Besonderheiten der Bestattung, den Ergebnissen verschiedener Untersuchungen der Gräber, den opulent gestalteten Denkmälern, die an vergangene Zeiten erinnern und Spuren in ganz Deutschland und darüber hinaus sichtbar werden lassen.
Im Rahmen der „Gebetswoche um die Einheit der Christen“ luden die evangelische Pfarrerin Dr. Mayer-Schärtl und Pfr. Hoch zu dieser „ökumenischen Aktion“ ein. Der Austausch, das gemeinsame Unterwegssein und die abschließende Einkehr beim Kneitinger unterstützen das Kennenlernen der Gemeinden und die gewachsene Beziehung zwischen den Gemeinde- bzw. Pfarrangehörigen: „Wo miteiander gegessen und getrunken wird, da lernt man sich auch besser kennen“, darüber war man sich schnell einig.






Führungen im Gesandtenfriedhof könne bei der Verwaltung der Dreieinigkeitskirche angefragt werden.
