Mit Filmausschnitten zu einem tiefen Überlegen und Nachdenken – dazu regten die beiden Theologen, Dr. Thomas Kroll und Pfr. Christoph Seidl beim Film-Buß-Gottesdienst an. Viele ließen sich auf einen sehr besonderen Weg ein.

Einen Film kann man so und so sehen: zur Unterhaltung an einem regnerischen Freitagabend oder als handfeste und herausfordernde Anleitung zum Nachdenken und zur Versöhung. Letzteres machten die beiden Theologen den zahlreichen Gottesdienstbesuchern möglich, indem sie Augen, Ohren und Herz öffnen halfen. Der Film-Buß-Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Franziskus steht bei vielen fest im Kalender.

Mit dem Film „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ (GB 2023) wurden Themen angeschnitten, die mit Schuld und Versöhnung, Mut und Mutmachen, Aufbrechen und Entgegenkommen verbunden sind. Es sind Themen, die an existenzielle Erfahrungen des Menschen anknüpfen. Anhand von präzise ausgewählten Filmausschnitten entstand ein Bußgottesdienst, der es in sich hatte.

Die Hauptcharaktäre des Films begleiten auf ihre Weise eine herzzerreissende Reise eines alten Mannes, der auf dem Weg zu einer Freundin, die im Sterben liegt, so einige Baustellen seines Lebens aufarbeitet. Dies kann er nur, weil ihm andere, wichtige Menschen Mut dazu machen, ihre Arme öffnen und ihn behutsam, manchmal überdeutlich auf diesen Weg schicken.

Auf diese Weise wird Versöhung auf den Weg gebracht. Und die Gottesdienstbesucher konnten diese Erfahrung im eigenen Leben spüren. Die Zusage: „Gott ist bei dir. Er begleitet dich in guten und in schlechten Zeiten“ wurde jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer zugesagt, um zu begreifen, dass die entgegenkommende Liebe Gottes auch heute gilt.

So verließen viele Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher sichtlich angerührt, nachdenklich und besonders auch erleichtert und versöhnt das Gotteshaus. Der Bußgottesdienst mit Filmauschnitten macht solche Erfahrungen möglich. Die musikalische Unterstützung von Gerhard Kolbeck an der Orgel ergänzte den wunderbaren Rahmen.

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