Am Sonntag, 6. April beeindruckte das Collegium Musicum Regensburg in St. Franziskus beim Passionskonzert „Consummatum est“ mit einem außergewöhnlichen Programm, denn die dargebotenen Stücke hört man nur selten.

Wolfgang Kraus leitete mit dem Orgelstück „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ von Franz Liszt über einen Basso continuo von J. S. Bach ein.  Schnell wurde deutlich, dass dieses Stück wie gemacht war, für die Kirche St. Franziskus mit ihrer klaren Akustik, die die Obertöne kappt und die tiefen Töne verstärkt.

Auch dem Chor kam dies Akustik sehr zugute. Bereits beim ersten Stück „Les sept paroles du Christ sur la croix“ (Die sieben Worte Christi am Kreuz) von Charles Gounod war der Text klar verständlich und durch den musikalischen Ausdruck nachzuvollziehen. Man konnte regelrecht spüren, was gesungen wurde. Der Ausdruck war gut erarbeitet, die Dynamik klar und sehr gut nachvollziehbar und der Klang vor allem auch durch die Ausgewogenheit der Frauen- und Männerstimmen überzeugend.

Abgerundet wurde das Konzert mit dem „Passionsgesang“ (op. 46) von Josef Gabriel Rheinberger, einem wenig bekannten Stück der Romantik, das frei das Leiden Christi am Kreuz in deutscher Sprache nacherzählt.

Alles in Allem ein sehr gelungenes Konzert, das Lust auf mehr macht.

Bild von Heike Bonauer

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