Am vergangenen Samstag fand in der Kirche ein besonderer Tag für die Firmlinge statt: der Versöhnungstag. In Vorbereitung auf das Sakrament der Firmung nahmen die Jugendlichen sich Zeit, um innezuhalten, nachzudenken und sich mit wichtigen Fragen ihres Lebens auseinanderzusetzen.

Zu Beginn des Tages stand die Frage im Mittelpunkt: Was bedeutet eigentlich Versöhnung? In einer gemeinsamen Runde beschäftigten sich die Firmlinge mit dem Begriff und hörten die bekannte biblische Geschichte vom Barmherzigen Vater (Lk 15,11–32). Diese Erzählung zeigte eindrucksvoll, wie groß Gottes Liebe und seine Bereitschaft zur Vergebung sind.

Anschließend begaben sich die Jugendlichen in der Kirche auf Gewissenserforschung. In der Kirche waren vier Stationen aufgebaut, die zum Nachdenken und zur Selbstreflexion einluden. An jeder Station stand eine zentrale Frage im Raum:

  1. Wie gehe ich mit mir selbst um?
    Die Firmlinge wurden ermutigt, über ihr eigenes Verhalten, ihre Selbstfürsorge und den Umgang mit sich selbst nachzudenken. Dabei erkannten sie den größten Schatz – sich selbst – im Spiegel.
  2. Wie gehe ich mit der Natur um?
    Hier ging es um die Verantwortung für die Schöpfung und die Frage, wie bewusst sie mit Umwelt und Ressourcen umgehen. Dazu hatten die Firmlinge viele gute Gedanken, die sie auf Blätter schrieben und auf einen Ast hingen.
  3. Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um?
    Diese Station lud ein, über Beziehungen, Konflikte und Vergebung im Alltag nachzudenken. Und dabei Knoten zu lösen.
  4. Wie stehe ich zu Gott?
    Schließlich wurden die Jugendlichen eingeladen, über ihre Beziehung zu Gott nachzudenken und ob und wie sie diese pflegen. Im Fragenlabyrinth begegneten den Firmlingen dazu Fragen.

Nach der persönlichen Auseinandersetzung mit diesen Fragen hatten die Firmlinge die Möglichkeit, das Sakrament der Beichte zu empfangen. Viele nutzten die Gelegenheit, um Ballast abzuwerfen, sich Gott anzuvertrauen und einen Neuanfang zu wagen.

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