…für alle, die Kunst nicht nur anschauen wollen. Susanne Heie, Kunsttherapeutin, und Lisbeth Schrettenbrunner, Musik-und Bewegungspädagogin, luden im Rahmen der derzeitigen Ausstellung ‚Salvador Dalí – Biblia Sacra‘ zu einem Kreativ-Abend ins Pfarrheim ein. Neun Interessierte ließen sich auf dieses Angebot der Pfarrei ein, der Werkraum im Keller verwandelte sich in eine Kreativwerkstatt.
Der Abend wurde im Foyer der Kirche eröffnet, das Vorstellen der Kursleiterinnen und aller Teilnehmenden und das kurze Erläutern des Ablaufes führten in die Materie ein. Im Anschluss wurde in den Raum der Stille zur Bildbetrachtung der neun Originallithografien gebeten. Es galt, sich in Ruhe ein Bild besonders zu betrachten, auszuwählen. Farbe, Form, Wirkung, Empfindungen, Gefühle konnten mit allen Sinnen erfahren und auch per Handy festgehalten werden. Leise, dezente Gitarrentöne im Hintergrund verwandelten den Raum in einen Ruheraum und setzten leichte Akzente, um jeweilige Sinne wahrzunehmen.
Im Anschluss wechselte die Gruppe in den Werkraum im Untergeschoß. Auflockernde Körperübungen bereiteten das Kreativ-Werden vor: Zunächst galt es, Arme, Beine, den Körper durch Schüttelübungen freier zu bekommen. Im zweiten Schritt wurde mit weicheren, freieren Schwüngen auf die anstehenden Bewegungen mit Pinsel und Stift vorbereitet.
Nach einer kurzen Einweisung der Materialien suchte sich jede Teilnehmende einen Arbeitsplatz. Ohne Vorgaben konnte die Wahrnehmung, Empfindung, Auseinandersetzung mit einer Lithografie experimentell und in je eigener Art aufs Papier gebracht werden. Innerhalb einer Stunde entstanden in unterschiedlichen Prozessen aus ersten Skizzierungen oder großflächigen Grundierungen verschiedene, geradezu erstaunliche Werke. Ob mit Pinsel, Kohlestift, Kreide, Gouachen, alle suchten nach eigenem Empfinden das Material und Technik aus. Es liefen durchaus intensive, auch anstrengende Prozesse bei den Teilnehmenden ab, denn die Werke der Biblia Sacra Dalís sind inhalts- und anspielungsreich. Ein kleines Angebot an Getränken, Tee, Wasser, Rotwein und Knabbereien rundeten das kreative Schaffen ab.
In der anschließenden Betrachtung aller entstandenen Werke konnte je nach Bedarf das Entstandene, Geschehene, Gefühlte ausgesprochen werden, die Runde tauschte sich in ruhiger, angenehmer, offener Atmosphäre auch zu Vorstellungen der jeweiligen Bibelinterpretationen aus. Unvorstellbar, auch für die Kursleiterinnen, welch kreative Abläufe sich ergaben und welch unterschiedliche, großartige Werke auf Papier entstanden. Nach zweieinhalb Stunden verweilte die Gruppe mit einem Gläschen Wein in kleiner Runde. Der Werkraum erfüllte an diesem Abend jegliche Kriterien einer Kreativwerkstatt. Der Wunsch einer Fortführung dieses Kreativangebotes entstand schnell.
Das Bedürfnis, die Werke noch weiter wirken zu lassen, lies die Idee entstehen, die Bilder bis zum Ende der Ausstellung ‚Biblia Sacra‘ im Kirchenraum auszuhängen. Ab sofort können im Bereich der Kindernische die Kunstwerke betrachtet werden.






























