Pfarrei ist gleich Pfarrei – keineswegs. Das pastorale Profil einer Pfarrei kann sich sehr von anderen unterscheiden. Die Gruppe „Spurensucher“ in der Pfarrei St. Franziskus hat sich auf den Weg gemacht, eine pastorales Profil für die Pfarrei zu zeichnen – zeitgemäß und nah am Menschen.
Dass es einiges an Überlegungen braucht, um ein pastorales Profil einer Pfarrei zu entwickeln, das liegt auf der Hand. Dass dies aber immer nötiger ist, daran erinnert Papst Franziskus, wenn er schreibt: „Um die Theologie in der Zukunft zu fördern, können wir uns nicht darauf beschränken, abstrakt Formeln und Schemata aus der Vergangenheit wiederzugeben … [denn] Gott hat sich als Geschichte offenbart, nicht als Kompendium abstrakter Wahrheiten“ (in: Ad theologiam promovendam – Die Förderung der Theologie). Dieser Anspruch bedeutet: die Kirche muss bei den Menschen sein, dort wo sie sind. „Theologie wird durch die gelebte Weisheit der Menschen vermittelt“, so der Papst, nicht mehr nur als Reflexion oder philosophische Vermittlung. Die Theologen müssten aus ihrem Elfenbeinturm herunterkommen zu den Armen und Ausgegrenzten, so die provokante Forderung von Papst Franziskus.
Pastoral zu sein bedeutet für Franziskus,
Emilce Cuda
bei den Menschen zu sein, wo sie sind.
Die „Spurensucher“ sind eine Gruppe innerhalb der Pfarrei St. Franziskus, die sich mit diesem Thema vor Ort beschäftigen wollen und die Frage stellen: Wie kann sich die Pfarrei St. Franziskus mehr zur Welt und den Menschen hin öffnen, um Raum zu schaffen für die Begegnung mit Gott?“ Themen wie „Einsamkeit“, „Trauer“, „Glaube und Zweifel“, „Krise und Hilfe“, „Alter“, „Spiritualität im Alltag“ tauchen auf und beginnen die Lebenswelt der Menschen mehr und mehr in den Focus der Pfarrei zu rücken.

Aus vielen verschiedenen Bausteinen soll sich im Lauf eines Entwicklungsprozesses ein tragfähiges pastorales Profil der Pfarrei St. Franziskus herauskristallisieren, um im besten Fall offen für die Lebenswelt und mehr und mehr ein einladender Ort für Menschen auf der Suche nach Gott in ihrem konkreten Leben zu werden.
