Das Pfingstfest erinnert an das Geschenk des Heiligen Geistes, aus dessen Kraft die Kirche lebt. 50 Tage nach Ostern wurde das Fest in St. Franziskus und St. Coloman gefeiert. Eine schöne Erinnerung an alle Gläubigen.

Das Pfingstfest gilt als der Geburtstag der Kirche. Die biblischen Texte erzählen vom ersten Pfingsttag, an dem die Jünger zunächst ängslich eingesperrt im kleinen Kreis zusammenwaren. Doch die Begeisterung von oben, die Einsicht, dass Glaube nicht für die eigenen vier Wände gedacht ist, macht sie zu Verkünderinnen und Verkünder der Frohen Botschaft.

Sie begreifen, dass in ihnen der Geist des Jesus von Nazareth weiterlebt, der die Welt zum Guten verändern will. Sie sind die Botinnen und Boten der Frohen Botschaft in einer Welt von Streit und Hass. Durch ihr Hinausgehen in die Welt wird diese Botschaft erst hörbar und spürbar. Mutig verlassen sie ihren sicheren Raum und wagen neue Wege; das ist Kirche.

Die Kirche heute braucht dieses Kraft der Inspiration und des Mutes, um wieder bereit zu sein, die sicheren vier Wänden zu verlassen und die Welt in diesem Geist mitzugestalten – die kleine Welt des Alltags und die große Welt der Geschichte der Menschheit. Daran erinnert das Pfingstfest die Gläubigen jedes Jahr.

In Burgweinting und Harting fanden besondere Gottesdienste statt. Der Kirchenchor gestaltete zusammen mit einem kleinen Orchester den Pfingstsonntagsgottesdienst mit der sogenannten „Spatzenmesse“ von W.A. Mozart. Die Fürbitten wurden von Menschen verschiedener Herkunft in ihrer jeweiligen Muttersprache vorgetragen: in Spanisch, Arabisch, Vietnamesisch, Englisch und Italienisch. Die Band „Joy“ begeitsterte am Pfingstmontag mit ihrer schwungvollen Musik die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher noch einmal, nachdem sie bereits am Sonntag davor und beim Firmgottesdienst die musikalische Gestaltung übernommen hatten.

In Harting gab es für jede Gottesdienstbesucherin und jeden Gottesdienstbesucher ein kunstvoll zusammengestelltes, pfingstliches Geschenk: eine getrocknete Pusteplume (Löwenzahn) auf einem Holzspan. Sie macht symbolisch sichtbar, wie sich die frohe Botschaft in der Welt ausbreiten kann: durch die Kraft des Windes gelangen die Samenträger des Löwenzahn weit herum und können so an vielen Orten aufgehen. Nicht zuletzt war auch wieder die espressoBAR francesco in St. Franziskus geöffnet, damit die Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher noch Gelegenheit zum Beisammenbleiben hatten.

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