Wo tiefe Gongs, helle Saiten und sanfte Impulse einen Raum schaffen, in dem Menschen ankommen.
Regensburg – St. Franziskus – Burgweinting – Am Freitagabend fanden sich zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer zum „Nach(t)Klang im April“ ein, einer Klangveranstaltung, die sich in den vergangenen Monaten zu einem festen Treffpunkt für Menschen entwickelt hat, die Ruhe, Gemeinschaft und besondere akustische Erlebnisse suchen. Gastgeberin Claudia Schmid führte durch den Abend, der diesmal von einer ungewöhnlich vielfältigen Instrumentierung geprägt war.
Musikalisch gestaltet wurde der Nach(t)Klang von Roman Baldauf, der sowohl die Akustik, als auch die E‑Gitarre spielte, sowie von Andrea und Claudia Schmid, die mit Gongs, Klangschalen und Klangröhren zentrale klangliche Akzente setzten. Ihre Zusammenarbeit prägte den Charakter des Abends maßgeblich.
Schon beim Betreten des Raumes wurde deutlich, dass Klang hier nicht als Hintergrund, sondern als zentrales Erlebnis verstanden wird. Die Gitarren eröffneten den Abend mit warmen, ruhigen Tönen, bevor die tiefen Schwingungen der Gongs den Raum füllten. Die Klangschalen und Klangröhren setzten klare, helle Impulse, die sich mit den lang ausklingenden Gitarrentönen verbanden.
Im Mittelteil des Abends wechselte die Atmosphäre. Regenmacher und Ocean Drum ließen ein akustisches Bild entstehen, das an Frühlingsregen und fließendes Wasser erinnerte, passend zum Aprilthema. Die beiden Koshis ergänzten diese Sequenz mit feinen, glockenartigen Melodien.
Zwischen den Klangpassagen führte Schmid mit kurzen Impulsen durch den Abend. Sie sprach über Frieden, innere Weite und den Übergang vom Winter in den Frühling. Ein biblischer Satz „Sei gesegnet und behütet“ von Numeri, wurde als stiller Zuspruch eingebettet, der wie ein Lichtmantel wirkte.
Der Nach(t)Klang endete mit einem langen, gemeinsamen Lauschen in die Stille hinein. Viele Teilnehmende blieben noch einige Minuten sitzen, bevor sie langsam in die Nacht hinausgingen. Einige sprachen von „innerer Ruhe“, andere von „einem Gefühl von Verbundenheit“.
Mit seiner Mischung aus Musik, Ritual und Gemeinschaft hat der Nach(t)Klang im April erneut gezeigt, wie groß das Bedürfnis nach Orten ist, an denen Menschen zur Ruhe kommen und gleichzeitig miteinander in Resonanz treten können.







