Circa 40 bis 50 Besucherinnen und Besucher hatten sich zur Abschlussveranstaltung, einer spirituellen und musikalischen Andacht im Rahmen der Ausstellung Salvador Dalís BIBLIA SACRA eingefunden. Pfr. Thomas Köppl, Religionspädagogin Ruth Szabo und Johannes Buhl an der Orgel gestalteten einen Abend, der Kunst, Spiritualität und Musik miteinander verband.

„Den Himmel habe ich die ganze Zeit durch die Dichte des verwirrten Fleisches meines Lebens hindurch gesucht – den Himmel! Und was ist er? Wo ist er? Der Himmel ist weder oben noch unten, weder rechts noch links, der Himmel ist exakt mitten im Herzen des Menschen, der glaubt!“ (Salvador Dalí)

Die ausgewählten und an die Wand projizierten Bilder aus Dalís Zyklus konzentrierten sich auf große Frauenfiguren der Bibel und zeigten sie, manche mehrfach und in verschiedenen Kontexten: Eva, Rut, Maria und Maria Magdalena. Die biblischen Texte zu den Bildern klangen mit Blick auf die künstlerischen Darstellungen Dalís oft ganz neu. In der jeweils folgenden Einheit „Gedanken zum Bild“ nahmen sich der Autor und seine Co-Autorin die schöpferische Freiheit, um einerseits die spirituelle Dimension von Dalís Kunst auszuloten und andererseits eigene kreative Impulse zu setzen: Es entstanden Bildbetrachtungen im Mann-Frau Dialog, eine kleine Performance, ein Gedicht und eine „Vorgeschichte“ zu Maria Magdalenas Ostererfahrung. Die kleinen Orgelstücke von Jehan Alain und Olivier Messiaen, sowie Improvisationen von Johannes Buhl zwischen den Texten der Andacht, ließen viel Raum zum Nachspüren und eigenen Erleben.

Zum Ausklang des Abends hatte der Kunstkreis wieder eingeladen zur Begegnung bei einem Glas Wein und Snacks, was von der kleinen (Kunst-)Gemeinde froh und dankbar angenommen wurde.

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