Der Katholische Frauenbund Burgweinting pflegt den Brauch, zum Fest Mariä Himmelfahrt Kräuterbuschen zu binden und an die Gottesdienstbesucher zu verteilen. Beginn dieses Brauches liegt aber in weiter Ferne.

Bis zu 150 reich bestückte Kräuterbuschen binden die Frauen des Katholischen Frauenbundes Burgweinting jedes Jahr am Vortag zum großen „Frauentag“, wie das Fest der Himmelfahrt Mariens auch genannt wird. Dazu bringen sie viele verschiedene Kräuter ins Pfarrheim, die sie dann in mühevoller Arbeit zu kleinen Sträußen zusammenbinden. „Was der Garten in dieser Zeit hergibt“, kommentieren die Frauen die besondere Ernte aus ihren Gärten. Intensiven und wohltuenden Kräutergeruch verbreiten die vielen Heilpflanzen im ganzen Pfarrheim.
Das Fest der Aufnahme Mariens geht zurück bis mindestens ins 5. Jahrhunder n.Chr. Es erzählt davon, dass Maria aufgrund ihrer besoneren Beziehung zu Jesus, dem Auferstandenen, in ihrem Tod sofort zu Christus in den Himmel heimgerufen wurde. Theologisch spricht man daher von ihrer leiblichen Aufnahme in den Himmel. Der Brauch, an diesem Tag Kräutersträuße zu binden und beim Gottedienst segnen zu lassen, geht zurück auf die Legende, dass die Apostel, die Maria nach ihrem Tod selbst bestattet hatten, später in ihrem Grab nicht mehr den Leichnam, sondern viele duftende Blumen vorgefunden hätten. Die heilsamen Kräuter erinnern darüber hinaus auch daran, dass Gott das ganze Heil des Menschen möchte, sein irdisches Heil und ebenso sein ewiges.
