Die Gehmeditation zum Erntedankfest an der Waldkapelle, war ein stiller, kostbarer Nachmittag. Einer, der nachklingt.
Gemeinsam durften die Teilnehmenden den Wald erleben, nicht nur mit den Augen, sondern mit allen Sinnen. Sie konnten riechen, wie die Fülle des Herbstes duftet: Feuchte Erde, Laub, ein Hauch von Moos. Sie konnten lauschen, wie der Regen sachte über das Blätterdach sank, fast wie ein Atem, der den Raum füllt. Dann wieder blitzten Sonnenstrahlen durch das Geäst, tauchten das Grün in leuchtendes Leben. Und plötzlich, harte Tropfen, laut wie ein Glockenspiel, als würde der Himmel selbst ein Lied zum Erntedank anstimmen.
Ein „Danke“ wurde aus Blättern gelegt, eingebettet in ein Bild aus Naturmaterialien, das war wie ein stiller Gruß. Und zum Abschluss: die Klangschale. Ihr Ton vibrierte durch den Körper, ließ die Teilnehmenden noch einmal ganz da sein, gesammelt, berührt.
„Die Stille des Waldes ist Musik für die Seele.“
Volksweisheit
Claudia Schmid






