Die Kinderkirche am 3. Ostersonntag stand ganz im Zeichen eines besonderen Weges: dem „Emmausgang“. Gemeinsam machten sich die Kinder auf eine Reise – nicht nur von Station zu Station, sondern auch hinein in eine biblische Geschichte, die Mut macht und Hoffnung schenkt. Die Emmausgeschichte wurde dabei kindgerecht in Abschnitten erzählt und an jeder Station lebendig erfahrbar gemacht.

Station 1: „Herz ausschütten“
Zu Beginn versammelten sich alle im Kreis im Raum der Stille und sangen das Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“. In dieser geschützten Atmosphäre konnten die Kinder – wie die Jünger auf ihrem Weg – ihr Herz ausschütten. Was habe ich in den letzten Tagen oder Wochen erlebt? Was beschäftigt mich gerade? Wie geht es mir? Es war beeindruckend zu sehen, wie offen und ehrlich die Kinder ihre Gedanken teilten und merkten: Ich bin nicht allein mit dem, was mich bewegt.

Station 2: „Blind sein“
An der nächsten Station ging es darum, dass wir uns manchmal im Leben orientierungslos fühlen – wie „blind“. Die Kinder durften diese Erfahrung selbst machen, indem sie sich gegenseitig mit geschlossenen Augen führten. Dabei wurde schnell deutlich, wie viel Vertrauen es braucht, sich führen zu lassen, und wie wichtig jemand ist, der den Weg kennt. Die Verbindung zur Emmausgeschichte wurde greifbar: Auch die Jünger erkannten zunächst nicht, wer sie begleitet.

Station 3: „Erzählen und getröstet werden“
Hier stand die Frage im Mittelpunkt: Wem kann ich mich anvertrauen? Wer hört mir zu, tröstet mich und macht mir Mut? Die Kinder überlegten gemeinsam, wer sie im Alltag begleitet und stärkten sich gegenseitig durch ihre Gedanken und Erfahrungen. Besonders berührend war der Austausch darüber, wann sie schon einmal gespürt haben, dass Jesus bei ihnen ist. Mit dem „Kindermutmachlied“ wurde diese Erfahrung fröhlich und stärkend vertieft.

Station 4: „Bleiben und Brot teilen“
Den Abschluss bildete das gemeinsame Brotteilen – ein zentraler Moment der Emmausgeschichte. Wie die Jünger Jesus beim Brechen des Brotes erkannten, wurde auch für die Kinder spürbar: Gemeinschaft tut gut, Teilen verbindet. Beim gemeinsamen Essen entstand eine ruhige, wertvolle Atmosphäre, in der alle noch einmal zur Ruhe kommen konnten.

Der Stationenweg zum Emmausgang hat den Kindern auf anschauliche Weise gezeigt: Jesus ist mit uns unterwegs – auch dann, wenn wir ihn nicht sofort erkennen. Er hört uns zu, begleitet uns und schenkt uns immer wieder neuen Mut. Nach dieser kindgerechten und tiefen Erfahrung kamen die Familien zur Eucharistiefeier in die Pfarrkirche und schlossen sich dort der Gemeinde an. Das Vaterunser-Gebet mit Gesten auszufalten, gehört schon mit zum gemeinsamen Feiern mit der Gemeinde.

(unterstützt durch KI)

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