Sonntag waren die 3-9 Jährigen wieder zur Kinderkirche eingeladen. Regelmäßig kommen sie mit ihren Familien zum Gottesdienst, den sie ab der Gabenbereitung gemeinsam mit den Erwachsenen feiern. Vorher sind sie mit einem engagierten Elternteam im Pfarrheim, um sich in kindgerechter Form auf das Geschehen in der Kirche vorzubereiten.

Am 3. Sonntag der Osterzeit ging es im Evangelium (Joh 21, 1-14) um den Fischfang am See Tiberias. Zunächst fangen die Jünger nichts. Dann ziehen sie  ein Netz mit 153 Fischen an Land und oh Wunder, das Netzt zerreißt nicht.

Thomas Köppl, der die Feier leitete, griff aber eine andere Stelle des Evangeliums in seiner Predigt auf, die für ihn persönlich eine ganz besondere Bedeutung hat. Jesus fragt Petrus dreimal „Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?“ So wie Petrus Jesus dreimal verraten hat, so soll er nun seine Liebe bekennen. Er wird in die Tiefe geführt und merkt, dass seine Liebe schwach ist. Er wird nicht vorgeführt und deshalb kann seine Liebe wachsen, die ihn bereit macht, den Auftrag als Hirte anzunehmen.
Wie antworten Sie, wenn er uns fragt: „Liebst du mich?“

Die Kinder wurden aus dem Pfarrheim abgeholt, zogen mit ihren Familien in die Kirche ein und legten zur Vorbereitung von Brot und Wein wie gewohnt „ihre Gaben“ auf einem kleinen weißen Tischchen in Altarnähe ab. Er war mit einem kleinen Sträußchen Vergissmeinnicht geschmückt.

Der Altarraum füllte sich, Kinder und Erwachsene bildeten einen großen Kreis. Ein schönes Bild. Das Vaterunser wurde später gesungen und mit Gebärden begleitet. Da es inzwischen zu einem Ritual geworden ist, trauten sich auch einige Erwachsene in den hinteren Reihen, sich dazu zu bewegen. Bewegend auch, wie die „Kleinen“ zum Friedensgruß entsandt wurden, um den „Großen“ die Hand zu reichen.

Am Ende noch ein Hinweis von L. Schrettenbrunner-Peßler vom Kunstkreis auf den Kuchenverkauf im Kirchenvorraum und herzliche Einladung dazu. Die Spenden sollen ein wenig die Kasse aufpolieren im Hinblick auf die außergewöhnliche Ausstellung im Sommer mit Original Dali-Lithografien. Die Stehtische mussten im Trockenen bleiben, denn draußen war es kalt und der ersehnte Regen fiel. Allerlei Backwerk von Rhabarber- und Kirschkuchen, Limetten- und Orangentarte, Aprikosen-Mandel-Kuchen war geboten, besonders freundlich und Anziehungspunkt für die Kinder, der „Hundekuchen“. Espresso war im Ausschank und Saftschorle für die Kinder. Als ich einem vorbeieilenden Jungen ein Getränk anbieten wollte, kam wie aus der Pistole geschossen „Ich bin so was von pleite“. Er durfte natürlich umsonst kosten und  auch den Kuchen probieren. Es hat dem „Spendenfang“ nicht geschadet.  Noch immer zaubert mir diese unverblümte Sprache ein Lächeln ins Gesicht.

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