…das Beste kommt meistens zum Schluss… Jetzt aber erst mal zum Anfang… Bei herrlichem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel machten sich vierzehn krippeninteressierte Burgweintingerinnen und Burgweintinger auf, den ‚Straubinger Krippenweg‘ zu erkunden. Die Gruppe reiste gemütlich und den gesamten Tag bestens gelaunt per Zug an. Der Kirchenbauvereinsvorsitzende Thomas Zeitler und der ‚Ehrenvorsitzende‘ Johannes Buhl hatten ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm zusammengestellt. Es galt Krippen in Museen, Schaufenstern und Kirchen kennenzulernen.

Nach einführenden Worten zur Stadtgeschichte und zum Tagesablauf durch Pfarrer Michael Hoch bewegte sich die Gruppe vorbei am Straubinger Stadtturm, an einer Innenhofkrippe eines Geschäftshauses vorbei zum Gäubodenmuseum. Theresa Scharrer, stadtbekannte Krippenbauerin, führte begeisternd in die verschiedenen Krippenbauten ein.

Sie erzählte, wie diverse Figuren erstellt, angezogen und befestigt werden, Bauten aus Holz, Papier oder Wachs gefertigt werden, um nur Einiges zu erwähnen. Theresa Scharrer erklärte anschaulich und mit absolutem Sach- und Fachverstand, geschichtlich fundiert, die jeweilige Historie der einzelnen Krippendarstellungen. Besonders die große mechanische Krippe mit beweglichen Figuren, die die Weihnachtsgeschichte darstellt, begeisterte.

Welch große Kirchenbauten Straubing innerhalb des Stadtkerns vorzuweisen hat, stellten die Besuchenden in mehreren Kirchen fest. So fiel die barockisierte Karmelitenkirche durch ihren schlanken und durchaus hohen Innenraum auf. Der Hochaltar misst über 22 Meter und ist der größte in der Stadt. Eine Krippe mit ca. 1 Meter großen Figuren stellt Szenen aus der Weihnachtszeit dar. Ebenfalls ein Hingucker für Krippenbegeisterte. Im Anschluss gab es in der nebenan liegenden Krippenstube ein Christkind im Schlitten, welches im Kreis gefahren wird und eine Guckkastenkrippe zu sehen. Zur Mittagspause stand die Einkehr im ‚Hotel Röhrl‘, einem stadtbekannten Gasthaus im Herzen der Neustadt, an.

Die nahegelegene gotische Basilika St. Jakob wurde von Pfr. Hoch beschrieben. Die zahlreichen Glasfenster stachen an diesem sonnigen Wintertag besonders hervor. Die strahlende Sonne lies durch die Fenster erhellendes Licht fallen. Der Hochaltar in St. Jakob ist ein Flügelaltar mit acht Gemälden die heilsgeschichtliche Szenen aus dem Leben Jesu zeigen. Die prunkvolle Kanzel, die Krippe in einer Seitenkapelle der Kirche und besonders die ‚Straubinger Krippe‘ mit bekannten Persönlichkeiten der Stadtgeschichte begeisterten.

Wenige Meter entfernt wurde die Jesuitenkirche aufgesucht. Der Präfekt der MMC führte in die Geschichte der über 300 Jahre alten ‚Reisinger Krippe‘ ein. Durch einen Beichtstuhl gehend befindet sich in einem schmalen Raum die eindrucksvoll aufgebaute Krippe. Verschiedene biblische Szenen, auch alttestamentliche Darstellungen, sind in diversen Schaukästen ansprechend dargestellt.

…das Beste kommt zum Schluß: Im Café Krönner stand der kulinarische Höhepunkt der Tagesfahrt an: Es galt, die bekannte Agnes Bernauer Torte zu geniessen – knackig, nussig, süß – „besser geht’s nicht“, da waren sich alle Feinschmeckerinnen und Genießer einig.

Noch ein Blick auf die Krippe in der St.-Veit-Kirche: ‚Fünf Epiphanien als barockes Welttheater‘, eine durchaus herausvordernde und eigenwillige Darstellung, so war die letzte Station des Krippenweges.

Ein wunderbarer Krippenausflug in die Gäubodenmetropole Straubing ging mit viel Gesehenem und zahlreichen netten Begegnungen zu Ende. Vielen Dank an das Orgateam für den abwechslungsreichen Tag, es wurde sowohl für Wissen um Kultur, Geschichte und Krippenkunst als auch für das leibliche Wohl und eine sehr unkomplizierte An- und Abreise gesorgt. Zurück in Burgweinting fiel der letzte Blick ebenso auf eine besondere weihnachtliche Darstellung.


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