Das neue Misereor Hungertuch hängt zentral über der Altarinsel von St. Franziskus. Beim Aschermittwochsgottesdienst stand das Motiv als Leitthema über der Feier.

Der Gottesdienst am Beginn der 40-tägigen Fastenzeit ist ein Start in eine neue Zeit. Nach den ausgelassenen Faschingstagen lenkt sie den Blick nach innen und fragt: Wie stehe ich da? Wer will oder soll ich sein? Was kann ich ändern?

Das neue Hungertuch ist ein plakatives Bild für Zusammenhalt, Solidarität und Gemeinschaft – besonders in schwierigen Zeiten. Die kleine Gruppe von Menschen befindet sich auf einer Sandbank, sie ist aufeinander angewiesen. Sie helfen zusammen und sorgen füreinander. Der aufziehende Sturm am rechten Bildrand ist nur zu bestehen, wenn die Menschen beisammen bleiben.

In der Mitte das Zelt; es ist ein altes Bild für Gottes „Wohnung unter den Menschen“. Ein Zelt ist schnell aufgeschlagen, aber auch beweglich. Es ist Zuflucht und Asylunterkunft, Lazarett für Leib und Seele.

Liebe sei Tat! – unter diesem Motto erinnert die Künstlerin daran, dass ein Gelingen unseres Zusammenlebens auf uns Menschen ankommt. ‚Nicht nur darüber nachdenken und reden, sondern anpacken und tätig werden: Liebe leben‘, so fordert sie auf.

Als Zeichen der Bereitschaft, diesen Weg neu anzugehen, wurde die Asche gesegnet und den Gottesdienstebesucherinnen und Gottesdienstebesuchern aufgelegt. Die Feier gestaltete der Kirchenchor musikalisch.

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