Kirche St. Franziskus – Es gibt Klänge, die man hört.
Und es gibt Klänge, die man spürt.
Der NachtKlang im März gehörte zweifellos zur zweiten Kategorie – ein Abend, der nicht nur Klangräume öffnete, sondern innere Räume gleich mit.

Schon die ersten Töne der Orgel, gespielt von Markus Fuchs, legten sich wie ein zarter Lichtstreif über den Kirchenraum. Weit, atmend, hoffnungsvoll, als würde der März selbst durch die Pfeifen sprechen. Jede Berührung der Tasten war ein Versprechen: sanft, präzise, traumhaft.

Dann geschah etwas, das man kaum beschreiben kann, ohne Gänsehaut zu bekommen:
Die Eule-Orgel und der Gong, gespielt von Claudia Schmid, verschmolzen zu einem Klangkörper, der sich durch und durch vibrierend in die Zuhörer legte. Zwei Instrumente, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch fanden sie an diesem Abend eine Harmonie, die fast unwirklich schien. Ein Dialog aus Tiefe und Weite, aus Atem und Erschütterung.

Die Klangschalen brachten eine Leichtigkeit hinein, die wie ein warmer Windhauch wirkte. Sanft, schwebend, lösend. Ein Moment, in dem man fast vergaß, dass man in einer Kirche saß und nicht mitten in einem erwachenden Frühling.

Zwischen diesen Klängen stand der Text, gelesen von Luisa Schmid:
ein poetisches Nachdenken über den März, über das Aufbrechen, über das leise innere Rütteln, das uns erinnert, dass Veränderung nicht wartet, bis wir bereit sind.

Besonders eindrücklich wurde ein Satz hervorgehoben ein Satz, der wie ein Lichtstrahl durch die Nacht ging:

„Siehe, ich mache alles neu.“ (Offb 21,5)

Ein Versprechen, das in dieser Nacht nicht nur gesprochen, sondern hörbar, fühlbar, erlebbar wurde.

Der Abschluss an der Orgel war schließlich ein stilles Meisterwerk:
„Forever Young“, so sanft, so leise, so intensiv gespielt, dass man den Atem anhielt. Ein Lied, das man kennt und doch klang es hier wie neu geboren.

Wer diesen NachtKlang verpasst hat, hat tatsächlich etwas verpasst.
Denn dieser Abend war mehr als ein KlangKonzert.
Er war ein Aufbruch.
Ein inneres Erwachen.
Ein Geschenk.

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