Die sogenannte „Alte Kirche“ von Burgweinting steht – historisch betrachtet – auf bedeutsamen Boden. Zusammen mit der Historikerin Katharina Lenz machte sich eine Gruppe interessierter Burgweintinger auf Spurensuche.

Um die ehemalige Pfarrkirche von Burgweinting, St. Michael, kreisen viele Geheimnisse, die es zu entschlüsseln gilt. Zusammen mit Historikerin und Burgweinting-Expertin Katharina Lenz ging ein kleiner Kreis von Burgweintinger daran, diese Geheimnisse zu lüften.

Die spezielle Kirchenführung begann im Pfarrheim von Burgweinting, wo die Siedlungsgeschichte des Ortes anhand von prähistorischen Funden dargestellt ist. Dass die „Alte Kirche“ von Burgweinting an historisch höchst interessantem Ort steht, wurde den Teilnehmern bald bewusst. „Hier in Burgweinting ist der älteste Fund menschlicher Spuren in Regensburg zu finden“, so Katharina Lenz zum Auftakt ihres begeisterten Vortrags.

Die Kirche St. Michael hat eine rund 900 jährige Geschichte vorzuweisen. Die Ursprünge des Gebäudes liegen in romanischer Zeit (ca. 1100 n.Chr.). Der schlichte Baukörper wurde mehrmals im Lauf der Jahrhunderte angebaut, renoviert und neu ausgestattet, so dass man an dem Kirchengebäude mit seinem markanten Turm eine spannende Baugeschichte ablesen kann.

Die Hobby-Geschichtler besichtigten mit Katharina Lenz die Kirche von Kopf bis Fuß. Ein Blick in das Turmfundament mehrere Meter unter der Erdoberfläche war ebenso spannend, wie der Blick in den Dachstuhl der Kirche bzw. die Glockenstube des Turms. An den Wänden sind viele Spuren von Fresken, Bögen und Durchbrüchen zu erkennen, die viele Fragen aufwerfen. Katharina Lenz ging diesen Fragen kompetent nach.

Bei einem Rundgang über den angrenzenden Friedhof erzählte sie viele Burgweintinger Geschichten aus neuerer Zeit anhand der Schicksale von Menschen, die dort begraben liegen. In einem nahegelegenen Café stärkten sich die Teilnehmer und nutzten die Gelegenheit für einen Blick in die Zukunft: „Und wie soll es nun mit St. Michael einmal weitergehen?“ Dass es für diese Frage einen guten Austausch braucht, darüber waren sich alle einig und nahmen sich vor, zum nächsten „Stammtisch St. Michael“ zu kommen.

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