Am Samstag, den 11. Juli 2026, gestaltete der Kirchenchor letztmals unter der Leitung seiner Chorleiterin Daniela Guimarães den Gottesdienst musikalisch. Da sie die Leitung des Chores Ende Juli abgibt, stand dieser Gottesdienst zugleich im Zeichen des Abschieds und des Dankes für ihr langjähriges Wirken.
Um diesem besonderen Anlass einen würdigen Rahmen zu geben, wurde der Chor durch ehemalige Chormitglieder verstärkt und präsentierte so eindrucksvoll die große Bandbreite seines Repertoires. An der Orgel begleitete Albrecht Wieler den Chor klangvoll.
Den musikalischen Schwerpunkt des Gottesdienstes bildete die Messe brève Nr. 7 von Charles Gounod. Gounod verbindet darin eingängige Melodien mit einer feierlichen, zugleich aber leicht zugänglichen Klangsprache, die bis heute einen festen Platz in der Kirchenmusik einnimmt. Der Chor sang daraus das Kyrie, das Gloria einschließlich des Abschnitts Domine Fili unigenite, das Sanctus, das Benedictus sowie das Agnus Dei und verlieh den einzelnen Messteilen mit differenzierter Gestaltung ihren jeweils eigenen Charakter – von inniger Bitte bis zu festlichem Lobpreis.
Als Zwischengesang erklang Cantate Domino von Karl Jenkins. Das Werk des zeitgenössischen walisischen Komponisten verbindet traditionelle liturgische Texte mit einer modernen, rhythmisch geprägten Tonsprache und einer eingängigen Melodik. Seine lebendige und zugleich klangvolle Gestaltung macht es zu einem beliebten Werk der Chorliteratur.
Zur Gabenbereitung sang der Chor Verleih uns Frieden gnädiglich von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Vertonung des bekannten Luther-Textes besticht durch ihre schlichte, zugleich eindringliche musikalische Sprache und zählt zu den bekanntesten geistlichen Chorwerken des Komponisten. Mit ihrer friedvollen und hoffnungsvollen Stimmung fügte sie sich besonders passend in die Liturgie des Gottesdienstes ein.
Den feierlichen Abschluss des Gottesdienstes bildete das Schlusslied Großer Gott, wir loben dich in einem Satz von Karl Norbert Schmid. Die festliche Bearbeitung des bekannten Kirchenliedes zeichnet sich durch klangvolle Überchorstimmen aus, die den Gemeindegesang wirkungsvoll umrahmen und ihm zusätzliche Strahlkraft verleihen. Durch das Zusammenspiel von Gemeinde und Chor entstand ein eindrucksvoller, klangvoller Abschluss des Gottesdienstes, der den Anlass des Tages noch einmal in besonderer Weise unterstrich.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Gäste zu einem gemütlichen Beisammensein im Garten des Pfarrheims eingeladen, wo sich die Gemeinde auch persönlich von Daniela Guimarães verabschieden konnte. Bei dieser Gelegenheit zeigte der Kirchenchor noch eine ungewohnte Seite seines musikalischen Könnens: Entgegen seinem sonst überwiegend liturgisch geprägten Repertoire trug er den humorvollen Song Parkplatzregen von Roland Pflüger und Oliver Gies vor. Mit seinen pointierten Texten und der modernen Chorsatzgestaltung sorgte das Stück für einen heiteren Abschluss und viele schmunzelnde Gesichter.
Der Abend markierte jedoch nicht nur den Abschied von Daniela Guimarães als Leiterin des Kirchenchores, sondern zugleich auch den Beginn eines neuen musikalischen Projekts: Unter ihrer Leitung wird künftig ein Frauenchor als Projektchor entstehen, der etwa viermal im Jahr auftreten soll. Interessierte Sängerinnen sind herzlich eingeladen, daran mitzuwirken und gemeinsam mehrstimmige, aber leichter einzustudierende Chorliteratur zu erarbeiten. Informationen dazu gibt es unter pfarrer@franziskus-burgweinting.de.
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