Im November 2024 wurde eine neue Kirchenverwaltung in Harting gewählt. Mittlerweile fand die konstituierende Sitzung statt und ein Kirchenpfleger wurde gewählt. Was ist eigentlich ein Kirchenpfleger und vor allem: Wer ist der Kirchenpfleger in Harting? Brigitte Michalka und Peter Schierling haben sich mit Gerhard Blendl getroffen und ihn dazu befragt.
M/S:
Herr Blendl, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.
Gerhard Blendl:
Ich heiße Gerhard Blendl, bin 57 Jahre alt, verheiratet, 1 Sohn (21 Jahre), der bis vor kurzem noch Ministrant in Harting war. Ich bin in Harting geboren, von Beruf Karosserie- und Fahrzeugbaumeister. Außerdem bin ich seit 2018 aktiver Mesner in Harting.

M/S:
Wie wird man Kirchenpfleger und was sind seine Aufgaben?
Gerhard Blendl:
Im November 2024 wurden vier Menschen neu in die Kirchenverwaltung gewählt. Aus diesem Gremium wurde in der konstituierenden Sitzung ein Kirchenpfleger gewählt, was mir diesen Titel einbrachte. Meine Aufgabe ist es, den Kirchenverwaltungsvorstand, also den leitenden Pfarrer, zu unterstützen.
Ich verstehe mich selbst als eine Art „Gebäudemanager“, kümmere mich um die Organisation und Instandhaltung von Kirche und Pfarrheim. Zudem sehe ich mich als Vermittler zwischen Pfarrer und Gemeinde im weitesten Sinn. Ich bin Ansprechpartner für alle Verwaltungsangelegenheiten und kümmere mich verantwortlich um die Finanzen der Filialkirchenstiftung St. Coloman.
M/S:
Was ist Ihnen als Kirchenpfleger im neugewählten Gremium wichtig?
Gerhard Blendl:
Ich begrüße und lege besonderen Wert auf eine gute Zusammenarbeit aller Mitglieder. Alle Entscheidungen sollen immer Entscheidungen des ganzen Gremiums sein. Ich bin froh, zuverlässige Kollegen zu haben, wenn es um die Kirchenrechnung, die Sicherheit, die Geländepflege oder um kleine
Reparaturen geht, die wir, soweit es geht, möglichst selbst durchführen wollen.
M/S:
Was möchten Sie in den nächsten 6 Jahren erreichen bzw. verändern?
Gerhard Blendl:
Ganz oben steht natürlich der Erhalt von Kirche und Pfarrheim im Rahmen der Kirchenstiftung. Besonders wichtig ist es mir, das Pfarrheim wieder mit mehr Leben zu füllen und die Aktivitäten auszuweiten. Ich bin froh, dass so viele Gruppen und Vereine in unserer Pfarrei das Pfarrheim gerne für ihre Veranstaltungen nutzen. Ich möchte dafür sorgen, dass das Pfarrheim ein Ort der Begegnung bleibt und vielleicht sogar noch mehr wird. Wenn mehr Leben im Pfarrheim ist, dann lässt sich auch der zugegeben nicht immer einfache Unterhalt besser finanzieren. Dazu müssen wir uns ohnehin in Zukunft etwas überlegen, denn die Steuermittel reichen für die Pfarrheime bald nicht mehr aus.
M/S:
Herr Blendl, wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen eine glückliche Hand für Ihre herausfordernde Tätigkeit des Kirchenpflegers in den nächsten sechs Jahren. Und wo immer nötig hoffen wir, dass Sie und Ihr Team ausreichend Unterstützung in der ganzen Gemeinde finden.
