Niemand aus dem Vorbereitungsgruppe war schon mal in Nigeria. Obwohl das Land dreimal so groß wie Deutschland ist und dort viermal so viele Menschen leben, ist es für das Vorbereitungs-Team „terra incognita“. Manche erinnern sich vielleicht an Bilder von den „Biafra“-Kindern oder an die Entführung von christlichen Mädchen durch Boko Haram. Dass in Nigeria die drittgrößte Filmindustrie zu Hause ist, das überrascht. „Nollywood“ kommt also gleich nach Bollywood und Hollywood. Aber die Gegensätze zwischen Arm und Reich sind in Nigeria riesengroß.
Ein vielköpfiges Team engagierter Frauen der Mennonitengemeinde, der evangelischen Gemeinde Maria Magdalena und des katholischen Frauenbundes Burgweinting haben am Freitag, den 6. März, zum Weltgebetstag der Frauen in den Pfarrsaal in die katholische Gemeinde St. Franziskus eingeladen. Zum Thema „Frauen in Nigeria“ fanden sich mehr als 50 Gäste um 19 Uhr im Pfarrsaal zusammen. Für Stimmung und den afrikanischen Swing sorgten die Frauen des Kirchenchors mit Unterstützung der unglaublich tollen Flötengruppe von der Gemeinde Maria Magdalena. Die Melodien und musikalischen Leiterinnen luden zum kräftigen Mitsingen ein.
Die Geschichten aus dem Alltag nigerianischer Frauen, die im Rahmen des Gottesdienstes vorgetragen wurden, gingen unter die Haut. Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Der muslimisch geprägte Norden mit der Sahelzone versteppt und wird durch den Klimawandel zur Wüste. Die Menschen drängen mit ihren Herden und dem Ackerbau in den tropischen, christlich geprägten Süden des Nigerdeltas. Arbeitslosigkeit, Gewalt und die Sorge um das Überleben der Familien und Kinder, das bedrückt die Frauen besonders stark.
Nach der Andacht und den Lesungen, die Hoffnung machen und für seelisches Wohlbefinden sorgen, sollte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Es gab landestypischen Hibiskustee, Kokosbällchen und Reis. Eine gute Gelegenheit für alle, sich gegenseitig besser kennenzulernen.
Besonderen Dank an die Musikantinnen und die Sängerinnen, die mit den nigerianischen Songs für die richtige Stimmung gesorgt haben. Besonders erfreulich ist, dass mit der Kollekte Projekte unterstützt werden, die besonders Frauen weltweit Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht.  Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Vergelt‘s Gott.










