Mit einem vom Kirchenchor St. Franziskus gestalteten, feierlichen Gottesdienst und einem anschließenden persönlichen Beisammensein im Pfarrgarten hat die Pfarrei St. Franziskus ihre Kirchenmusikerin Daniela Guimarães verabschiedet. Nach den herzlichen und bewegenden Worten des Kirchenpflegers Robert Lerchenberger zusammen mit Verwaltungsleitung Maria Heidinger und des Chorsprechers Dominik Peßler nutzten viele Gemeindemitglieder die Gelegenheit, sich persönlich von ihr zu verabschieden, Erinnerungen auszutauschen und ihr für ihren weiteren Weg Gottes Segen und die besten Wünsche mitzugeben. Ein kleiner Büchergutschein wurde als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung übergeben.
Der Abschied fiel vielen nicht leicht. Denn Daniela war weit mehr als eine engagierte Kirchenmusikerin. Vom ersten Tag an war spürbar, dass Musik für sie Berufung ist. Mit großer Leidenschaft, fachlichem Können und viel Geduld hat sie den Chor – trotz nicht immer einfacher Rahmenbedingungen – musikalisch entscheidend weiterentwickelt.
In den Proben ging es dabei um weit mehr als um richtige Töne. Daniela ermutigte die Sängerinnen und Sänger, auf die eigene Stimme zu vertrauen, in sich hineinzuhören und zugleich aufmerksam aufeinander zu hören. So entstand nach und nach ein gemeinsamer Klang, bei dem aus vielen einzelnen Stimmen ein Chor wurde. Stimmbildung wurde unter ihrer Leitung auch zu Persönlichkeitsbildung und zu einem Weg, Gemeinschaft wachsen zu lassen.
Viele Gottesdienste hat Daniela Guimarães außerdem als Kantorin oder Solistin mit ihrer warmen und ausdrucksstarken Stimme bereichert. Ihr Gesang hat Menschen berührt und die Liturgie auf besondere Weise mitgetragen.
Mit dem Abschied endet zugleich ein gemeinsamer Weg, auf dem viele persönliche Beziehungen entstanden sind. Gerade die Jahre nach der Corona-Pandemie waren für den Chor eine herausfordernde Zeit. Daniela hatte großen Anteil daran, dass die Chorgemeinschaft erhalten blieb und wieder wachsen konnte. Gemeinsam wurden Höhen und Tiefen erlebt, und aus regelmäßigen Proben und Gottesdiensten entstand eine intensive Weggemeinschaft.
Auch für Daniela Guimarães selbst war diese Zeit prägend und oft fordernd. Umso mehr freut sich die Gemeinde mit ihr, dass sie nun den nächsten Schritt auf ihrem beruflichen Weg gehen kann. Für diesen Neuanfang begleiten sie die guten Wünsche und die Dankbarkeit vieler Menschen. Daniela Guimarães bleibt der Pfarrei aber erhalten: sie leitet weiterhin ein neu gegründetes Frauenchor-Projekt, das etwa viermal im Jahr Gottesdienste gestaltet und sie wird ehrenamtlich immer wieder einmal als Kantorin und Sängerin zu hören sein.
In den Abschiedsworten wurde auch die geistliche Seite ihres Wirkens hervorgehoben. Dem Kirchenvater Augustinus wird der Satz zugeschrieben: „Wer gut singt, betet doppelt.“ Ob Daniela dieses Wort jemals selbst zitiert hat, spielt letztlich keine Rolle – sie hat es gelebt, so der Kirchenchorsprecher Dominik Peßler, bei seinen sehr anrührenden und wertschätzenden Abschiedsworten. Mit ihrer Musik und ihrem selbstverständlichen, unaufdringlichen Glauben hat sie viele Menschen ermutigt und bereichert. So wurde Kirchenmusik bei ihr immer auch zu einem Ausdruck gelebten Glaubens.
Mit leeren Händen und doch mit einem Herzen voller Dankbarkeit ließ die Gemeinde Daniela ziehen. Sie nimmt viele schöne Erinnerungen, Freundschaften und musikalische Erfahrungen mit – und hinterlässt in St. Franziskus Spuren, die bleiben werden.
Für ihren weiteren Weg wünschen wir Daniela von Herzen Gottes reichen Segen, Freude an der Musik und Menschen, die sie ebenso herzlich aufnehmen, wie wir sie hier erleben durften.










